17. Vollversammlung NÖ Waldverband

23. November 2017, Schloss Ottenstein


Holz hat viel Luft nach oben - Käferholz war nur kurz das Thema. Mit welchen Aktivitäten, geplant oder bereits teilweise umgesetzt, die Waldverbandsmitglieder optimistisch die Zukunft in die Hand nehmen, erfahren Sie hier.

In Schweden wird über eine Gesetzesvorlage diskutiert, die vorsieht, dass öffentliche Bauten zu 60 Prozent aus Holz gebaut werden müssen. Das ist auch ein Ziel, das sich der Waldverband für Österreich setzt. „Hier muss der Druck von der Holzwirtschaft und von uns Waldbauern kommen“, betont LK-Forstdirektor Werner Löffler. „Hier sind wir als Waldverband gefordert.“ Ein kleiner Schritt in diese Richtung war der Spatenstich des größten Holzhochhauses der Welt im Vorjahr. Es besteht zu 75 Prozent aus Holz. Der Rest ist ein Betonkern zwecks Stabilität.

Kampagne für Biomasse

Auch für die Vermarktung der Biomasse kämpft der Verband mit der Kampagne „Wer Ökostrom abdreht, dreht Atomstrom auf“ an vorderster Front für die Waldbauern. „Derzeit sind durch Käfer und Sturm Herwart große Holzmengen am Markt“, berichtet Obmann Franz Fischer. „Hier ist wichtig, dass wir Waldbesitzer Druck machen, denn nur wir können die Botschaft senden, dass genug Holz da ist und wir dafür sorgen, dass es wieder nachwächst.“

Mit PEFC Gütesiegel werben

Eine Auszeichnung, die das schwarz auf weiß nachweist, ist das PEFC-Gütesiegel für naturnah bewirtschafteten Wald im Rahmen des Forstgesetzes. „Jeder Waldbesitzer kann sich zertifizieren lassen und damit für sein Holz kostenlos werben, zum Beispiel, wenn er das Logo vor dem Abtransport auf seine Stämme sprüht“, so Fischer.

Die Schablone stellt der Waldverband zur Verfügung. In der Jugendarbeit ist das Team um Vorstandsmitglied Victoria Hutter in Schulen und auf Universitäten aktiv. Mit der Landjugend Waidhofen an der Thaya setzte sie mit ihrem Team einen Naturlehrpfad um.

Über das Leben am Land und dessen Herausforderungen und Chancen für Waldbesitzer informierte Martin Höbart von der LK Ö.

Mehr Fotos von der Vollversammlung auf Schloss Ottenstein und den Gewinnern der Verlosung finden Sie unter noe.lko.at in der Fotogalerie.

 

Foto: Franz Kepplinger, OÖ Waldverband und Martin Höbarth, LKÖ (v.l.), unterstützen mit den Vorstandsmitgliedern des NÖ Waldverbandes und Waldkönigin Anna-Maria, die PEFC-Auszeichnung des heimischen Holzes. @ LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

 

 

 

 

Forstwirtschaftsmeisterprüfung in Niederösterreich
Erstmalig mit Forstschutzorganausbildung

Zur diesjährigen Forstwirtschaftsmeisterprüfung in Niederösterreich konnte der Prüfungsvorsitzende FD DI Werner Löffler 12 Prüfungskandidaten am Standort der LFS Warth begrüßen.

Die Ausbildung zum Forstwirtschaftsmeister hat in Niederösterreich eine lange Tradition. Seit dem Jahre 1983 bietet die Lehrlings- und Fachausbildungsstätte und die NÖ Landwirtschaftskammer-Forstabteilung gemeinsam mit den NÖ Landwirtschaftlichen Fachschulen die Ausbildung zum Meister der Forstwirtschaft an. Im neu abgeschlossenen Kurs wurden erstmalig in Niederösterreich alle Prüfungskandidaten zum Forstschutzorgan laut Forstgesetz ausgebildet. Die Ausbildung zum Wildbachbegeher war diesmal auch inkludiert. Erfreulicherweise wird der Abschluss der Forstwirtschaftsmeisterprüfung als gewerbliche Unternehmerprüfung anerkannt.

Der Forstwirtschaftsmeisterkurs in Warth wurde vor drei Jahren unter den Kursleitern OFö Ing. Hermann Mayer von der LFS Warth und FR DI Michael Gruber von der NÖ Landwirtschaftskammer gestartet und hat neben den stark forstlich ausgerichteten Inhalten einen Fokus auf rechtliche und betriebswirtschaftliche Fragestellungen. Als Hausarbeit sind ein Waldwirtschaftsplan sowie eine einjährige doppelte Buchführung des eigenen Betriebes zu liefern.

Von den angetretenen 12 Kandidaten konnten erfreulicherweise alle die Prüfung erfolgreich abschließen, sechs sogar mit ausgezeichnetem, drei mit gutem Erfolg. Kursbester wurde Florian Kastner aus Zweiersdorf/Hohe Wand.

In Niederösterreich wird jedes Jahr ein neuer Forstwirtschaftsmeisterkurs gestartet. Informationen dazu erhalten sie in der Forstabteilung der NÖ Landwirtschaftskammer unter 050 259 24000 oder auf der Internetadresse www.forstausbildung-noe.at

Foto: Die erfolgreichen Forstwirtschaftsmeister mit dem Prüferteam FD DI Werner Löffler, Mag. Eva Bauer, DI Karl Schuster, DI Günther Pfeiffer, DI Johann Sandler, DI Anton Hölzl mit Dir. DI Franz Aichinger und den Kursleitern Ing. Hermann Mayer und DI Michael Gruber (Foto: LFS Warth)

 

 

 

Wertholzsubmission 2018

Hier finden Sie die Spezifikationen für die Submission 2018 zum Downloaden.

Auskunft erhalten Sie bei DI Ludwig Köck (05 0259 24204) oder bei Ihrem zuständigen Forstsekretär der Bezirksbauernkammer.

 

 

 

 

Seminar "Der Bauer als Forstunternehmer"

7. März 2018
LK NÖ, St. Pölten


Inhalt:

 

Teilnehmerbetrag: gefördert: € 15,‐* ungefördert: € 30,‐*

Schriftliche Anmeldung per E‐Mail bis spätestens 28.02.2018 unbedingt erforderlich!
E-Mail: martina.rippl@lk‐noe.at


Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

 

 

Staatspreisverleihung für beispielhafte Waldwirtschaft 2017

Am 29. September 2017 wurde von Bundesminister Anrdä Rupprechter in Kitzbühel der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft verliehen.


3 Preisträger kamen aus Niederösterreich!

Ausgezeichnet wurde in der Kategorie Forstbetrieb die Stiftung Fürst Liechtenstein - Forstbetrieb Wilfersdorf, in der Kategorie Einzelpreis: Familie Johann und Gertrude Gruber aus Waidhofen/Thaya und in der Kategorie Kooperation die Wegegenossenschaft-Wegeprojekt „Erzherzog Johann“.

Der NÖ Waldverband gratuliert den Preisträgern!

Kategorie "Forstbetrieb": Stiftung Fürst Liechtenstein Forstbetrieb Wilfersdorf

Kategorie "Einzelpreis": Familie Johann und Gertrude Gruber

 

Kategorie "Kooperationen": Wegegenossenschaft-Wegeprojekt „Erzherzog Johann“

Fotos: Alex Gretter

 

 

 

 

Harte Zeiten für Waldbesitzer

Die langanhaltende Trockenheit hat den Fichten und Kiefern in NÖ derart zugesetzt, dass es zu einem enormen Auftreten von Borkenkäfern kommt. Die zweite Generation ist in Entwicklung und wird wohl im Herbst noch ausschwärmen.

 

Borkenkäfer können weder aus der Luft noch am stehenden Stamm durch Insektizide bekämpft werden.

Die Pheromonfalle ist keine praxistaugliche Bekämpfungsmöglichkeit und dient hauptsächlich Monitoringzwecken. Prügelfallen oder Trinet-Fallen sollten vor allem im Frühjahr ab dem Erstflug Verwendung finden.

 

Was kann heuer noch getan werden?

1. Kontrolle: alte Befallsstellen und gefährdete Bestände auf Bohrmehl und Einbohrlöcher kontrollieren
2. Befallene Bäume umgehend umschneiden und aus dem Wald transportieren, mindestens 500 m vom Waldrand entfernt lagern oder zum Hof bringen.
3. Wipfelstücke und Starkäste entweder umgehend Verhacken oder möglichst klein schneiden mit der Motorsäge.
4. Wer selbst keine freien Arbeitskapazitäten hat, sollte die Arbeiten von Unternehmern durchführen lassen. Waldwirtschaftsgemeinschaften oder Maschinenringe sind hier verlässliche Partner.
5. Ist ein Abtransport nicht möglich oder verzögert sich der Frächter und befinden sich noch Käfer oder Larven in den Bäumen, müssen diese bekämpfungstechnisch behandelt werden.
6. Wichtig ist eine Trennung von Frisch- und Käferholz. Die Sägewerke werden im kommenden Winter trotzdem viel frisches Holz benötigen, daher ist die Trennung sehr wichtig.

 

Wie erkenne ich einen befallenen Baum?

1. Kreisrunde Einbohrlöcher am Stamm
2. Bohrmehl am Stammfuß oder in Rindenschuppen
3. Spechttätigkeit am Baum
4. Harzfluss oder kleine Harztropfen an der Rinde
5. Verfärbung der Krone (fahl grün bis rot)
6. Grüne Nadeln am Boden (Achtung: Können auch durch Trockenheit ausgelöst werden)

 

Was heißt bekämpfungstechnisch behandeln?

1. Stämme Entrinden (Rinde mit fertigen Käfern oder Larven entsorgen).
2. Stämme mit einem zugelassenen Insektizid behandeln (besser einzelne Stämme und nicht das ganze Holzganter besprühen). In Österreich sind dafür 10 Produkte zugelassen.
3. Holzganter bis zu 25 Festmeter mit einem insektiziden Netz (Storanet mit dem Wirkstoff Alpha-Cypermethrin) abdecken. Dies verhindert das Ausfliegen der Käfer. Auch für dieses Netz benötigen Sie den Sachkundenachweis. Neben Wegen sollte ein Warnhinweis in Bezug auf Einsatz von Pflanzenschutzmittel aufgestellt werden oder die Tafel „Befristetes forstliches Sperrgebiet“.

Wenn Sie befallene Bäume finden, so können Sie davon ausgehen, dass auch die Nachbarbäume befallen sind. Es sollten daher auch die Bäume im unmittelbaren Umkreis mit geschlägert werden.

Aufgrund der Trockenschäden bei vielen Bäumen wird sich heuer höchstwahrscheinlich noch eine dritte Generation entwickeln können. Dies gilt es mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern. Versäumnisse werden sich in sehr hohen Folgekosten niederschlagen.

Mit untätigen Nachbarn sollte Sie ein sehr ernstes Wort reden. Wer tatenlos zusieht, wie die Bestände vom Käfer gefressen werden, schädigt damit nicht nur sich selbst, sondern auch nachbarliche Wälder. Schreiben und Bescheide der Forstbehörde sollten ernst genommen werden. Dies sind keine Schikanen, sondern Informationen oder Aufforderungen, damit notwendige Maßnahmen rasch eingeleitet und umgesetzt werden.

Bei Fragen kontaktieren Sie die zuständigen Berater der Bezirksbauernkammern oder der Bezirksforstinspektion.


Foto: Präsident Schultes und Obmann Fischer diskutieren vor Ort die Auswirkungen der Borkenkäferschäden. Hauptthemen waren dabei die Zwischenlageurng des Schadholzes bzw. die Auswirkungen auf den Holzmarkt. (LK NÖ/Lechner); Autor: LK NÖ/ Schuster

 

 

 

 

Rechtshandbuch Land- und Forstwirtschaft

Ob Direktvertrieb, Hofübergaben oder Fragen zu Arbeits- und Pachtverträgen – Verantwortliche in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben sind ständig mit einer Vielzahl von oftmals sehr speziellen rechtlichen Fragestellungen und gesetzlichen Neuerungen beschäftigt.

Mit dem „Rechtshandbuch Land- und Forstwirtschaft“ erscheint ein umfassendes Nachschlagewerk für die Inhaber und Verwalter von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben.
Es bietet erstmals einen aktuellen und vollständigen Überblick über die maßgeblichen und relevanten Themen und Vorschriften für die Land- und Forstwirtschaft.

Das Werk ist thematisch nach den wichtigen Rechtsbereichen gegliedert und enthält praxisnahe Fachbeiträge sowie Checklisten, Vorlagen und Muster.

Weitere Informationen
Erschienen im WEKA-Verlag
Preis: 179,- (zzgl. MwSt. und Versand)
Bestellnummer: 1059640
ISBN: 978-3-7018-5964-1

Anfragen & Bestellung
Telefon: 01/97000-100
Fax: 01/97000-5100
E-Mail: kundenservice@weka.at
Online: www.weka.at/verlag/Agrar

 

 

 

 

Presseinformation - NÖ Waldverband

5. September 2017

Auf die Kräuter, Bäume, los!  
Projektmarathon: In 42h zum Natur- & Waldlehrpfad

Unter dem Motto „SO A NATURLEHRPFAD IS GOR NED FAD - ROMANTISCH, INFORMATIV, DO WOR DIE LANDJUGEND WIEDA KREATIV!“ gestaltete die Landjugend Waidhofen/Thaya einen Naturlehrpfad auf der Heimatsleiten. 20 Jugendliche trotzten dem Wetter und zeigten vollen Einsatz.

Spontan entstand die Idee, die Landjugend dieses Jahr beim Projektmarathon zu unterstützen. Naturverbunden wie der Verein nun einmal ist, trat die Leitung an die Jugendreferentin des Waldverbandes Viktoria Hutter heran und bat um Unterstützung bei der Beschilderung der Baumwelt entlang des Pfades. Eine Schautafel am Beginn des Pfades zeigt viele wissenswerte Einzelheiten rund um den Wald für Groß und Klein, unter dem Motto „Wusstest du, dass…?“. Um die wichtigsten Baumarten Niederösterreichs entlang des Weges anzutreffen, wurde die ohnehin vielfältige Vegetation entlang der Thaya um einige Bäume ergänzt. Zum Rasten und verweilen zwischen den Schautafeln laden die restaurierten Sitzgelegenheiten ein.

„Jung, ländlich, motiviert, diese Schlagwörter passen zur Landjugend genauso wie zu unserer neuen Jugendschiene im Waldverband. Darum funktioniert auch die Zusammenarbeit so gut.“, schwärmt Franz Fischer Obmann des Waldverband Niederösterreich. „Wir sind froh, dass die Zusammenarbeit so kurzfristig und problemlos war. Das Projekt ist gerade deshalb so toll, weil wir auch wirkliche einen nachhaltigen Nutzen davon haben.“, erklärt Anja Gastinger, Leiterin LJ Sprengel Waidhofen/Thaya. Harald Fuchs der Obmann des Vereins freut sich schon auf die Fortsetzung im Oktober. Da wird gemeinsam mit dem Waldverband und der Volksschule Waidhofen/Th. ein Waldpädagogischer Tag am Natur- und Waldlehrpfad der Heimatsleiten stattfinden. Auftraggeber des Projektes, Bürgermeister Robert Altschach lobt die gute Zusammenarbeit mit der Landjugend sowie mit dem Waldverband: „Wir sind froh mit dem Waldverband noch einen starken Partner für die Umsetzung des Projektes gefunden zu haben.“

Foto: Bürgermeister Waidhofen/Th.  Robert Altschach, Abgeordnete zum Nationalrat Martina Diesner-Wais, Obmann NÖ Waldverband Franz Fischer, Obmann Landjugendsprengel Waidhofen/Th. Harald Fuchs & Leiterin Anja Gastinger, Jugendreferentin NÖ Waldverband Viktoria Hutter (Fotocredit: Landjugend NÖ)

Hier finden Sie die Presseaussendung zum Downloaden.

 

Rückfragen bei:
Bsc. Viktoria Hutter
Jugendreferentin Waldverband NÖ
0664/4554431
viktoriahutter@aon.at

 

 

 

 

Forstförderung LE 14-20

Seit dem Jahr 2000 ist die Forstliche Förderung in das EU-Förderungsprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raumes integriert. Auch im aktuellen Förderprogramm zur Ländlichen Entwicklung (2014 – 2020) werden EU-, Bundes- und Landesmittel für eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Besonderes Augenmerk wird auf die Gewährleistung einer nachhaltigen Holzproduktion, die Verbesserung des Pflegezustandes des Waldes sowie auf eine naturnahe Waldbewirtschaftung gelegt.

Die vorliegende Broschüre gibt Ihnen einen Überblick über die Forstliche Förderung in Niederösterreich und Ihre Ansprechpartner in den Bezirken für die forstliche Beratung.

Diese Broschüre ist in der Forstabteilung der LK NÖ erhältlich.
Bestellung unter forst@lk-noe.at oder 05 0259 24000.

Hier finden sie die Broschüre zum Downloaden.

 

 

 

 

Waldbesitzer, Interessenvertretung & Holzindustrie schlagen Alarm: Borkenkäferproblematik erfordert gemeinsame Maßnahmen

Durch den starken Borkenkäfer-Befall sieht sich die heimische Forstwirtschaft gemeinsam mit den verarbeitenden Industrien mit sehr hohen Schadholzmengen konfrontiert. Befallenes Holz muss so schnell wie möglich, aus dem Wald entfernt werden, um keine Brutstätten für den Käfer zu bilden. Ertragseinbussen der Waldbesitzer und überfüllte Lagerplätze der Holzverarbeiter sind die Folge.

Lösungsorientiert wurden von allen Beteiligten gemeinsame Maßnahmen entworfen, die es nun rasch umzusetzen gilt. „Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit der gesamten Wertschöpfungskette beeindruckt mich. Es zeigt, dass nachhaltige Waldbewirtschaftung in dieser Krisensituation nur durch ein tatkräftiges Miteinander möglich ist“, erklärt Landwirtschaftskammer Präsident Hermann Schultes. Etwas, das auch Waldverbandsobmann Franz Fischer nur bestätigen kann: „Die Lage erfordert unterschiedliche Maßnahmen. Basis dafür ist eine straff organisierte Zusammenarbeit."

Zwtl.: Abhilfe schaffen durch gezielte Maßnahmen
Für die Branche steht fest, dass nur mit gezielten Lösungen Abhilfe geschaffen werden kann. So muss das aufgearbeitete Holz so rasch als möglich vom Wald abtransportiert werden können. Eine befristete Erhöhung des höchstzulässigen Gesamtgewichtes von 44 auf 50 Tonnen ist notwendig. Weitere externe Lagerplätze müssen geschaffen werden. Fördermöglichkeiten aus der Ländlichen Entwicklung im Bereich der Forstschutzmaßnahmen müssen für diese Krisensituation voll ausgeschöpft werden.

Quelle: LK NÖ

 

 

 

 

Borkenkäfer bedroht NÖ Wälder: Was ist zu tun?

1.000 Euro Verlust je LKW-Zug Holz - der Borkenkäfer richtet großen Schaden an, der mit wenigen Maßnahmen eingeschränkt werden kann.

Besonders intensiv müssen alte Befallsflächen aus den Vorjahren auf erneuten Käferbefall kontrolliert werden. Kreisrunde Einbohrlöcher sowie Bohrmehl auf der Rinde und am Stammfuß verraten, dass der Baum befallen ist. Zur Bohrmehlsuche eignet sich am besten windstille, trockene Witterung. Harzfluss am Stamm und Spechtabschläge kennzeichnen einen Befall und die Anlage einer Brut. Spätestens jetzt müssen die erkannten Käferbäume gefällt, entastet und rasch aus dem Wald abgefahren werden. Vorbeugend wird empfohlen, noch die umliegenden Bäume durch Rändelungen zu entfernen. Damit beseitigt man nicht erkannte, aber bereits befallene Schadbäume. Durch Kleinschneiden trocknen Wipfelstücke rasch aus und werden so als Brutmaterial unattraktiv.

Bis September sind im Wald regelmäßige Kontrollgänge durchzuführen.

 

Praxistipps zur Schadensminimierung

 

Downloads zum Thema

Merkblatt Borkenkäferbefall - Empfehlungen zur Schadensminimierung

Autor: LK OÖ/DI Albert Steinegger
Foto: LK NÖ/Schuster

 

 

 

 

Neuaufstellung bei PEFC Austria

Wien, 25. Juli 2017 – PEFC Austria präsentiert sich neu: Gerhard Pichler, Stephanie Thürr und Julia Mendlig bilden das zukünftige Team rund um das PEFC-Siegel für nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzverarbeitung in Österreich.

DI Gerhard Pichler (31) hat die Funktion als Geschäftsführer der Waldzertifizierungs-Organisation PEFC Austria übernommen. In dieser Rolle zeigt sich der gebürtige Mostviertler für die Agenden der österreichischen Institution zur Sicherstellung und Vermarktung nachhaltiger Waldbewirtschaftung verantwortlich. Aufgewachsen in einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb, dessen Waldflächen PEFC-zertifiziert sind, studierte Pichler anschließend an der Universität für Bodenkultur „Forstwissenschaften“. Er bringt umfangreiche Expertise aus der Forst- und Holzwirtschaft mit und war zuletzt an der BOKU am Institut für Forsttechnik als wissenschaftlicher Mitarbeiter für nationale und internationale Projekte zuständig.

„In Österreich sind bereits mehr als zwei Drittel der gesamten Waldfläche PEFC-zertifiziert. Auf diese Entwicklung können wir stolz sein, müssen sie jedoch dringend weiterverfolgen. Ich bin davon überzeugt, dass der Fortbestand unserer Forstbetriebe nur dann gesichert ist, wenn eine ökologisch, ökonomisch, sowie sozial verträgliche Bewirtschaftung erfolgt, was im Wesentlichen den Eckpfeilern der Nachhaltigkeit entspricht. Mit der PEFC-Zertifizierung unterstützen wir also einerseits die österreichischen Familienbetriebe in der Forst- und Holzwirtschaft und machen andererseits Nachhaltigkeit für den Konsumenten sichtbar. Ich freue mich auf die Herausforderung das PEFC-Siegel als Nachhaltigkeitssymbol und Gütekriterium in Zukunft weiter zu forcieren und aktiv mitzugestalten.“, so Gerhard Pichler über seine neue Funktion.

„Gerhard Pichler kennt als Forstwirt und Absolvent der Universität für Bodenkultur die Anforderungen der Forst- und Holzwirtschaft. Ich freue mich sehr, dass wir ihn für die Geschäftsführer-Position gewonnen haben.“, so DI Hans Grieshofer, Obmann PEFC Austria.

Der neue Geschäftsführer DI Gerhard Pichler folgt auf DI Clemens Kraus, MSc, welcher 5 Jahre lang als Geschäftsführer von PEFC Austria tätig war und sich nun im Bereich Zertifizierung für die Selbstständigkeit entschieden hat.

Stephanie Thürr, MA (31) unterstützt das PEFC-Team im Bereich Marketing und Public Relations. Die studierte Media- und Kommunikationsberaterin bringt umfangreiche Erfahrung im Bereich Unternehmenskommunikation, Produkt-PR, Herkunftsmarketing und Mediaplanung mit. Zuvor war sie bei der Österreich Wein Marketing und als Consultant der Kommunikationsagentur Grayling tätig.

Die Weinviertlerin hat einen Master in Information, Medien und Kommunikation an der FH Burgenland absolviert und zeigt sich als Marketingverantwortliche und PR-Referentin bei PEFC auch für die Beratung von Endkonsumenten, Unternehmen und Waldbesitzern verantwortlich.

Ihren Vorgänger bei PEFC, Herrn DI Christoph Zeppetzauer zieht es in die Steiermark: Er wechselt in die Holzweiterverarbeitung zur Mareiner Holz GmbH.

Julia Mendlig, BSc (25) komplettiert das Team im Bereich Datenmanagement und Recherche. Als Waldviertlerin, Absolventin der Universität für Bodenkultur (Agrarwissenschaften) und PEFC-zertifizierte Waldbesitzerin bringt sie wichtige Erfahrungen und Qualifikationen zur Teamassistenz mit und ergänzt das Team der PEFC Austria in Wien.

Herausforderungen und Ziele der PEFC Austria

„Mit diesen Personalentscheidungen ist PEFC Austria für die kommenden Aufgaben und Herausforderungen neu und breiter aufgestellt. Ziel ist es nun, die Marke PEFC mit ihrer leidenschaftlichen und glaubwürdigen Familienforstwirtschaft und ihrer exzellenten und schlagkräftigen Holzindustrie europaweit als Benchmark für Zertifizierung auf höchstem Qualitätsniveau zu platzieren!“, so Hans Grieshofer.

Die primären Ziele von PEFC Austria bilden die Stärkung und Identifikation der Marke PEFC bei den Endkonsumenten als auch innerhalb der Wertschöpfungskette und Branche – und zwar als „Qualitätssiegel für den Wald von morgen!“. Zudem wird die Zusammenarbeit mit Industrie und Handel forciert um möglichst viele holzbasierte Produkte mit dem PEFC-Logo zu versehen.

Überdies hinaus konzentrieren sich die fachlichen Arbeiten in Österreich auf die Revision der nationalen PEFC-Standards sowie jener der internationalen Chain-of-Custody. Die Umsetzung einer neuen Datenbank und Mitgliederverwaltung sowie deren Integration in die neu definierte Website unter www.pefc.at ist zusätzlich in gegenwärtiger Ausarbeitung.

Hier finden Sie die Presseaussendung zum Downloaden.

Quelle:PEFC Austria

 

 

 

 

Mistelbach - Neuer Obmann und Vorstand gewählt

 

Von links:
Ing. Peter Pöll - Kassier
DI Heinz Steindl - Obmann
Felix Heidinger - Schriftführer
Gerhard Rathammer - Obm.-Stellvertreter
Michael Göschl - Rechnungsprüfer

Nicht auf dem Bild: Obm.-Stellvertreter Christoph Schild und Rechnungsprüfer Gottfried Schlöglhofer

 

 

 

 

 

Die Land- UND Forstwirtschafft's

Start der Kampagne " Unsere Landwirtschafft' s" mit starker Forstbeteiligung.
Heimelige Atmosphäre und erholsame Wälder

Auch die Waldbesitzer Niederösterreich haben für die Gesellschaft einiges zu bieten. Holz liegt nämlich nicht nur als Baustoff im Trend. Auch bei Möbelstücken suchen viele den natürlichen Rohstoff und bringen so eine wohlige Atmosphäre ins Haus. „Der Wald ist seit jeher ein Erholungsraum für viele Naturliebhaber. Neu ist aber, dass immer mehr Menschen bei Bauvorhaben Holz verwenden. Das hat vor allem damit zu tun, dass unser Körper von den positiven Eigenschaften des Holzes profitiert. Holz senkt nachweislich den Herzschlag und Räume mit hohem Holzanteil minimieren unseren Stresspegel“, so Franz Fischer, Obmann des Waldverbandes NÖ. Damit sorgen Waldbewirtschafter nicht nur in den Wäldern für unvergessliche Momente, sondern tragen auch daheim zum Wohlbefinden bei.

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

 

 

 

Waldfest Raabs/Thaya

Das 4. Waldfest in Raabs verzeichnete einen Besucherrekord. Rund 2.500 Besucher sind heuer auf das Gelände der Fernwärmegenossenschaft gekommen, um das abwechslungsreiche Programm zu genießen. Der NÖ Waldverbandsobmann Franz Fischer freut sich über den tollen Erfolg: „Mit unserem Waldfest wollen wir Werbung für die Region und für den Rohstoff Holz machen. Und das ist uns auch gelungen.“

Weitere Fotos finden Sie hier.

Fotos: Waldkönigin Anna-Maria, NÖ Waldverbandsobmann Franz Fischer, Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko, Jugendreferentin des NÖ Waldverbandes Viktoria Hutter, LK NÖ-Vizepräsident Otto Auer und Abg. z. NR Martina Diesner-Wais. © Pfabigan

 

 

 

 

 

Naturnahe Waldwirtschaft im Einklang mit der Jagd

Am Freitag den 21. April fand in der Kartause Gaming eine Veranstaltung zum Thema "Naturnahe Waldwirtschaft im Einklang mit der Jagd" statt.

Grundeigentümer und Vertreter der Jägerschaft diskutierten in diesem Rahmen die Ergebnisse der vierten Folgeerhebung des Wildeinflussmonitoring.

Auch dieses Ergebnis bescheinigt, dass die für einen stabilen Wald notwendigen Baumarten Tanne und Bergahorn überwiegend wildbedingt ausfallen. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken hat man sich auf ein gemeinsames abgestimmtes Vorgehen und eine aktive Zusammenarbeit von Grundeigentümern und Jägern verständigt.

Hier finden Sie die Vorträge zum Downloaden: https://noe.lko.at/naturnahe-waldwirtschaft-im-einklang-mit-der-jagd+2500+2553585

Foto: Georg Mandl, Werner Löffler, Ferdinand Schuster, Matthias Hauer, Gernot Kuran, Johann Haas, Johann Watschka © LK NÖ/Hebenstreit

 

 

 

 

21. März 2017 - Internationaler Tag des Waldes

Eine Gelegenheit, unsere Wälder, seine vielfältigen Leistungen für uns Menschen, und die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die dafür Sorgetragen, dass es auch weiterhin so bleibt, vor den Vorhang zu holen. Bäume sind natürliche Klimaschützer, eine der für uns bedeutendsten Leistungen unserer Wälder. Sie entziehen der Luft beim Wachstum das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) und wandeln es in Kohlenstoff und Sauerstoff um. Der Sauerstoff wird wieder an die Umgebung abgegeben und der Kohlenstoff wird im Holz gespeichert.

„Wir Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer achten seit Generationen auf eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Nur so können die Wälder auch weiterhin ihre Wirkungen bestmöglich für uns Menschen erbringen. Das PEFC-Siegel macht die enkerltaugliche Bewirtschaftung und damit den Beitrag der heimischen Familienforstwirtschaft zum Klimaschutz auch für die Konsumenten sichtbar. Damit hat Jede und Jeder die Möglichkeit aktiv etwas zum Klimaschutz beizutragen. Achten Sie auf das Logo und greifen Sie gezielt zu PEFC-zertifizierten Produkten“, motiviert Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich zum Mitmachen.

 

PEFC-Finderlohn

In diesem Zusammenhang startet die heimische Forstwirtschaft ein Gewinnspiel. Vom 21. März 2017, dem „Internationalen Tag des Waldes“ bis zum 18. Juni 2017, in der „Woche des Waldes“, können Bilder von PEFC-Produkten eingesendet werden. Am Ende werden 30 Einzelpreise sowie ein attraktiver Hauptpreis unter allen Teilnehmern verlost.

Weitere Informationen unter: www.waldverband.at bzw. www.facebook.com/waldverband

Quelle: WV Ö

 

 

 

 

Waldpädagogik im Gespräch 2017

Waldpädagogik im Gespräch fand heuer zum 12. Mal statt.

Das Motto lautete  "Unter allen Wipfeln ist Unruh‘ …". Wieder hat sich das Ideenteam getroffen, aktuelle Themen der Waldpädagogik und Ihre Rückmeldungen an uns bearbeitet.
So ist das Programm für Waldpädagogik im Gespräch für 2017 entstanden.
Wir hoffen Sie finden es ebenso attraktiv und spannend wie wir!

Programm: "Unter allen Wipfeln ist Unruh‘ …"

 

Hier finden Sie die Nachlese:

 

Fotos:

Fotos: Bancalari

 

 

 

 

Wertholzsubmission 2017, Heiligenkreuz bei Baden

 

Weitere Informationen und Fotos finden Sie hier.

 

Ergebnisse

Bereits zum fünfzehnten Mal fand am Montag, dem 30. Jänner 2017 eine öffentliche Wertholzsubmission in Niederösterreich im Stift Heiligenkreuz statt.

1.027 Festmeter Wertholz – 1.250 wertvolle Laubholzstämme von 161 Waldbauern und Forstbetrieben wurden entsprechend den subjektiven Wertvorstellungen der (Furnier)-Holzkäufer beboten.

25 Stämme erzielten einen Festmeterpreis über 1.000 €, einer davon sogar einen über 3.000 €.

Die 22 Käufer kamen überwiegend aus Österreich, einige auch aus Deutschland. Es  waren auch je ein Bieter aus Kroatien und Frankreich bei der Submission vertreten.

Der Durchschnittspreis lag heuer bei 458 €/fm.

Hier finden Sie das Ergebnisheft zum Downloaden.

 

 

 

 

Angebot Waldwirtschaftsplan

ACHTUNG: Spezielles Angebot für Mitglieder der Waldwirtschaftsgemeinschaften!

Wenn ein unterschriebener Auftragsschein für die Erstellung eines Waldwirtschaftsplanes bis 31. März 2017 bei DI Martin Hahn, LK NÖ, eingelangt ist, dann gibt es für Mitglieder eine wetterfeste Faltkarte zum Preis von € 50,- anstatt € 144,-.

Preistabelle für Erstellung eines Waldwirtschaftsplanes:
(Förderung 40% der Nettokosten)

Waldfläche
in ha

Preis pro ha
ohne Förderung

Preis pro ha
mit Förderung

bis 13

660 € pauschal

440,00 €

14 - 50

50,40 €

33,60 €

51 - 100

48,00 €

32,00 €

ab 101

45,00 €

30,40 €


Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.

 

Wetterfeste Faltkarte - Normalpreis: € 144,-
Wetterfeste Faltkarte - für Mitglieder: € 50,-

 

Kontakt
DI Martin Hahn
LK NÖ Forstabteilung
Tel.: 05 0259 24206
Tel.: 0664 / 60 25 92 4206
E-Mail: martin.hahn@lk-noe.at

 

 

 

 

16. Vollversammlung NÖ Waldverband

Freitag, 25. November 2016
Schloss Gloggnitz, Kirchensteig 3, 2640 Gloggnitz


Waldverband Niederösterreich krönt neue Waldkönigin.

Bei der diesjährigen 16. Vollversammlung wurde Anna-Maria Gebhart zur neuen Waldkönigin gekrönt. Damit folgt die 20-Jährige aus Hürm, Bezirk Melk, Gwendolyne Mayer aus Amstetten nach.

Ganze drei Jahre lang war Gwendolyne im Amt und konnte mit viel Charme die Waldwirtschaft ins Bewusstsein der Konsumenten rufen. Nun nimmt Anna-Maria das Zepter in die Hand.
Als Forstfacharbeiterin hat sie nicht nur Einblick in die umfangreichen Tätigkeiten der Waldbewirtschafter, sondern ist mit Leib und Seele Verfechterin der Naturoase „Wald“. „Ich möchte in den kommenden drei Jahren meine Leidenschaft für unsere Wälder mit allem was dazu gehört mit so vielen Menschen wie möglich teilen. Holz liegt im Trend, das will ich nutzen und bewusst machen, welche Vorteile Holz für die Gesundheit, die Atmosphäre eines Raumes und unser alltägliches Leben mit sich bringt“, so Waldkönigin Anna-Maria.

Einen ersten Eindruck Waldkönigin Anna-Maria gibt es auf: https://youtu.be/kjnEmBozL4M

Foto: Waldkönigin Anna-Maria Gebhart wurde bei der Vollversammlung des Waldverbandes Niederösterreich gekrönt. Es gratulierten (v.l.): Landesrat Stephan Pernkopf, Waldverband Niederösterreich-Obmann Franz Fischer und Landwirtschaftskammer Vizepräsident Otto Auer.

weitere Fotos:


'


Einladung.pdf

Fotos: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

 

 

 

 

Fachtag „Wald und Holz“

Beim traditionellen Fachtag „Wald und Holz“, der am 28. Oktober 2016 an der Fachschule Edelhof stattfand, loteten Forstexperten den Einfluss der Klimaerwärmung auf den Wald aus.

Die Vortragenden waren sich einig, dass verlässliche Prognosen für die Waldentwicklung sehr schwierig zu erstellen sind, weil es viele Unbekannte, wie die Geschwindigkeit der Erderwärmung und die Entwicklung der Niederschlagsmengen gibt.

Weiter Informationen finden Sie unter:
https://noe.lko.at/?+Fachtag-Wald-und-Holz+&id=2500,2487265

 

 

 

 

WWG Hohe Wand - Nach 20 Jahren neuer Obmann gewählt

Die Waldwirtschaftsgemeinschaft Hohe Wand wählte am 04.10.2016 einen neuen Vorstand. Der bisherige Obmann Ing. Walter Baumgartner übergab sein Amt nach 20-jähriger verdienstvoller Tätigkeit an DI Dr. Peter Biermayr.

Gemeinsam mit seinem Team, bestehend aus den Obmann-Stellvertretern Johannes Rupp und Josef Ulrich, dem Kassier Gerald Wöhrer und dem Schriftführer DI Nikolaus Bellos, möchte der neue Obmann den Herausforderungen begegnen, mit denen die Waldeigentümer an der Hohen Wand konfrontiert sind.

Der neue Vorstand plant für die kommenden Jahre einen regen Austausch mit den Nachbar-WWG´s, die Organisation von Fachvorträgen, sowie Exkursionen und Waldbegehungen.

Die Wälder an der Hohen Wand standen in den letzten Jahren durch Eisbruch, Trockenheit, sommerliche Hitze und Borkenkäferbefall unter großem Druck. Die WWG Hohe Wand versucht mit ihren Mitgliedern nun stabile und zukunftsfähige Waldgesellschaften herzustellen, die eine große Wertschöpfung für die Waldeigentümer, eine gute Erholungsfunktion auch als Grundlage für den regionalen Tourismus und die zugedachte Wohlfahrtsfunktion erbringen können.

Die Personen am Bild sind v.l.n.r.: DI Nikolaus Bellos, Bürgermeister Josef Laferl, Johannes Rupp, Ing. Walter Baumgartner, DI Dr. Peter Biermayr, Josef Ulrich, Gerald Wöhrer, Bezirksförster Ing. Norbert Sauerwein

 

 

 

 

Waldbautag NÖ Süd " Douglasie im Klimawandel"

 

Die Douglasie – im Klimawandel!

Unter diesem Motto veranstaltete die Forstabteilung der Landwirtschaftskammer NÖ am 29. September 2016 ihren traditionellen Waldbautag im Industrieviertel.
Rund 150 Teilnehmer folgten der Einladung in die landwirtschaftliche Fachschule Warth.

Waldbauprofessor Hubert Hasenauer (Universität für Bodenkultur in Wien) ging in seinem Vortrag auf die sich ändernden Rahmenbedingungen durch den Klimawandel und ihre Auswirkungen auf die Waldbestände in NÖ ein. Speziell die Douglasie, die Aufgrund ihrer Wusch- und Massenleistung als gute Alternative zur Fichte gesehen wird, stand im Mittelpunkt seiner Ausführungen. Für einen erfolgreichen Anbau spielen der geeignete Standort, die richtige Herkunft und Mischungen mit anderen Baumarten eine entscheidende Rolle. Vor allem die hohe Trockenresistenz macht sie zu einer wichtigen Baumart für den zukünftigen Waldbau.

Weitere Experten dokumentierten ihre gute Holzeigenschaft als Bau- und Konstruktionsholz und verwiesen auf Kooperationen in der holzverarbeitenden Industrie. Praktische Erfahrungen im Anbau mit Douglasie wurde den Teilnehmern am Nachmittag im Forstbetrieb Schenker vermittelt.

Bild: v.l. Forstsekretär DI Niko Bellos, FD DI Werner Löffler, BBK Obmann Neunkirchen Thomas Handler, Bundesrat Martin Preineder, ehem. LR Franz Blochberger. Univ. Prof. DI Dr. Hubert Hasenauer, BBK Obmann Wr. Neustadt Josef Fuchs, Direktor-Stellv. LFS Warth DI Günther Kodym.
Fotocredit: Alois Rasinger

 

Vorträge:

Eröffnung und Begrüßung – FD DI Werner Löffler

Die Rolle der Douglasie als alternative Baumart im Klimawandel – Univ. Prof. DI Dr. Hubert Hasenauer (BOKU Wien)

 

 

 

 

Holz – Baustoff der Zukunft!


Die Stadtgemeine Wolkersdorf hat zusammen mit 3 Waldwirtschaftsgemeinschaften aus dem Weinviertel und dem NÖ Waldverband einen Vortrag zu dem Thema „Leben mit Holz“ organisiert.

Das Referat wurde von Dr. Erwin Thoma in beeindruckender Weise vorgetragen. In seinen Ausführungen verwies er unter anderem auf die Vorteile des Baustoffes Holz und seine positiven Wirkungen auf den Menschen.

Mehr als 250 interessierte Zuhörer wohnten der Veranstaltung bei.

Terminhinweis: Herr Thoma wird im Rahmen der Vollversammlung des NÖ Waldverbandes, am Freitag dem 25. November 2016 einen weiteren Vortrag halten.

Fotos: Stadtgemeinde Wolkersdorf

 

 

 

 

Holzanteil bei Bauprojekten soll weiter gesteigert werden

Gemeinsame Bemühungen des Landes Niederösterreich, der Landwirtschaftskammer und des Waldverbandes sollen den Holzbauanteil künftig auch bei großvolumigen Bauten steigern. Das wurde bei einer Veranstaltungen im Wald der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra verkündet. Anpassungen in der Niederösterreichischen Bauordnung und die neue Imagekampagne „Holzklopfen“ sollen die Attraktivität des Baustoffes Holz noch mehr im Bewusstsein der Häuslbauer verankern.

Bauen mit Holz liegt im Trend. So konnte alleine in den letzten 15 Jahren der Holzbauanteil im österreichischen Wohnbau verdoppelt werden. Eine Tatsache, die auch Landesrat Stephan Pernkopf willkommen heißt: „Jedes zweite Bauvorhaben wird heutzutage bereits mit Holz realisiert. Damit leistet man als Bauherr nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, sondern bringt gleichzeitig auch mehr Lebensqualität in seine eigenen vier Wände. Aber vor allem sichert man tausende Arbeitsplätze im Ländlichen Raum.“Mit Erleichterungen der bautechnischen Bestimmungen in der NÖ Bauordnung und der NÖ Bautechnikverordnung hat das Land Niederösterreich diesen Entwicklungen auch schon Rechnung getragen. Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser können nunmehr ohne Massivbauteile errichtet werden und auch mehrgeschossige Gebäude und Fassaden können nun wesentlich einfacher in Holzbauweise realisiert werden. Auch bei Betriebsbauten für Klein- und Mittelbetriebe gibt es wesentliche Erleichterungen und Verfahrensvereinfachungen, die es jetzt schon möglich machen würden, diese Bauten komplett in Holzbauweise umzusetzen.

 

Mit neuer Imagekampagne „Holzklopfen“ ein Zeichen setzen

Ein erstes sichtbares Zeichen für Wald und Holz können Holzliebhaber derzeit in Niederösterreich mit einem von der Jugend des NÖ Waldverbandes entwickeltem T-Shirt setzen. „Das Shirt ist ein Teil unserer neuen Kampagne. Kombiniert wird es mit zahlreichen Infoveranstaltungen. Ziel ist es, vor allem bei der Jugend die Verbundenheit mit Holz zu wecken. Von der Facharbeiter- über die Meisterausbildung bis hin zur Universität wollen wir Fachvorträge anbieten und auf allen Ausbildungsebenen die Vorzüge von Wald und Holz in den Mittelpunkt stellen“, erklärt Landeskammerrat und NÖ Waldverband-Obmann Franz Fischer. Dabei sollen besonders die jungen Waldbewirtschafter zeigen, worauf es bei Holz ankommt. Von der Jugend für die Jugend lautet dabei das erklärte Motto und soll die Modernität des Baustoffes einmal mehr aufzeigen. Zusätzlich soll die Kampagne auch auf die vielen positiven Eigenschaften von Holz hinweisen. „Holz senkt den Herzschlag. Studien haben nachweislich gezeigt, dass in Räumen mit hohem Holzanteil der Stressfaktor minimiert werden kann“, erklärt Fischer und ist stolz, dass die 31.000 forstwirtschaftlichen Betriebe das ganze Jahr über beste Holzqualitäten für Bauprojekte und sonstige Weiterverarbeitung zur Verfügung stellen können

 

Gesund gebaut mit Holz

Wie modern Holz am Bau derzeit ist, kann auch Architektin Martina Feirer bestätigen: „Holz wird weltweit gesehen immer öfter für großvolumige Bauten eingesetzt. In Österreich sind es besonders private Bauherren, die gerne auf Holz als Baustoff zurückgreifen. Aber auch von der öffentlichen Hand wird bei Bauprojekten vermehrt nach Holz gefragt.“ Geprüfte Aufbauten und Detailanschlüsse für Brand- und Schallschutz sind mittlerweile verfügbar und werden durch intensive Forschungsarbeit laufend weiterentwickelt. Damit steht einem umfassenden Holzeinsatz bei Neu- und Umbauten nichts mehr im Wege. Etwas, das auch der Umwelt und dem Menschen zu Gute kommt. „Holz hat Qualitäten, die andere Baustoffe nicht bieten können. Es bindet CO2 und punktet bei der Verwendung von heimischen Hölzern mit kürzeren Transportwegen, was unsere Umwelt entlastet. Zusätzlich werden Bauzeiten reduziert, da mit der Fertigteilbauweise und einem trockenen Ausbau Zeit eingespart werden kann. Aber es ist auch heimelig, reguliert die Luftfeuchtigkeit und kann Schadstoffe aus der Luft aufnehmen“, so Feirer.

 

Bild: Waldverbandobmann Franz Fischer (3.v.l.), Architektin Martina Feirer und Landesrat Stephan Pernkopf mit den Gastgebern der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra, allen voran Direktor Franz Fidler (1.v.r.).© LK NÖ/Franz Gleiß

 

 

 

 

Waldverband ist jung - „Holzklopfen T-Shirts“

Die neuen „Holzklopfen T-Shirts“ sind der volle Renner!

Ob beim steirischen Waldfest am Grazer Hauptplatz, oder bei der Eröffnung der Wieselburger Messe, die neuen T-Shirts finden reißenden Absatz!

Wenn ihr mehr Fotos sehen wollt, müsst ihr auf die neue Facebook-Seite des NÖ Waldverbandes gehen. Denn diese gibt es seit April 2016 und wird von Viktoria Hutter, unserem jüngsten Vorstandsmitglied, betreut.

So kommen auch Sie zu Ihrem T-Shirt:
Bestellung unter Angabe von: Name, Adresse, Farbe (Weiß oder Grün), Größe und Anzahl an Simona Bendl (Waldverband GmbH)
E-Mail: s.bendl@noewv-gmbh.at

Preis pro Stück: 12 € (Versand frei Haus)

Fotos: LK NÖ/Löffler

 

 

 

 

 

Biodiversität - Wir schauen auf unsere Wälder

Mit dem Projekt „Wir schauen auf unsere Wälder“ leisten Waldbauern einen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt in heimischen Wäldern. Wie auch Sie beim Projekt mitmachen können und worauf besonders zu schauen ist, darüber informiert LK-Forstfachmann Ludwig Köck.

Ausschlaggebend für die Vielfalt im Wald sind Standortbedingungen und die Art der Waldbewirtschaftung. Im forstlichen Alltag stehen oft wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund. Trotzdem oder gerade deswegen, kann es sehr reizvoll sein, sich einmal ganz bewusst jenen Bereichen des Waldes zuzuwenden, die häufig für selbstverständlich erachtet oder oft übersehen werden.

Wir möchten Ihnen dabei helfen, die spannenden Lebensweisen von Tieren und Pflanzen mit faszinierenden Strategien und Techniken besser zu verstehen. Wussten Sie beispielsweise, dass sich der Dreizehenspecht von Bock- und Borkenkäferlarven in totem und absterbendem Holz ernährt? Oder, dass auch der Ameisenbuntkäfer als einer der nützlichsten Forstinsekten aktiv Jagd auf den Buchdrucker, die gefährlichste Art unter den Borkenkäfern, betreibt?

 

Wie funktioniert‘s
Melden Sie sich einfach für ein „Waldökologisches Betriebsgespräch“ an. Daraufhin wird ein Experte zu Ihnen auf den Betrieb kommen. Im Zuge einer mehr stündigen Waldbegehung werden besondere und biodiversitätsrelevante Aspekte in Ihrem Wald aufgesucht und näher betrachtet. Dabei wird mit dem Waldexperten vereinbart, was in den Folgejahren beobachtet wird. Diese Beobachtungen tragen Sie einmal jährlich unter www.biodiversitätsmonitoring.at ein. Alle eingegebenen Meldungen werden in einer vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) betreuten Datenbank zentral und anonymisiert gesammelt.

Interessierte Waldbewirtschafter haben die Möglichkeit, als „Servicebetriebe“ im Projekt mitzuwirken und dabei als Vorzeigebetrieb die Waldbewirtschafter in Ihrer Region für Biodiversität zu begeistern. Mit Unterstützung des Projektteams können dabei auch Exkursionen zu unterschiedlichen Themen organisiert werden.

 

Auf das schauen wir
Totholz ist jene Baummasse, die bereits abgestorben ist und nicht für energetische Zwecke aus dem Wald geraubt wurde, sondern vor Ort herumliegt und aufgrund der Feuchtigkeit langsam zu Humus wird. Dies erfolgt über lange Zeit und mehrere Zerfallsstadien, wobei die Regulierung der Bodenfeuchte und des bodennahen Mikroklimas kostenlos erfolgt. Davon profitieren nicht nur Pilze, Flechten, Moose, Schnecken, Käfer und Vögel, sondern auch die nächste Generation von Waldbesitzer, da diese keine ausgezehrten und heruntergewirtschafteten Böden übernehmen müssen.

Kleinbiotope und Sonderstandorte sind die Lebensräume der Frösche, Kröten – aber auch Unken und Molche bis hin zum bekannteren Feuersalamander. Diese natürlichen Insektenvertilger leben dort, wo sich zumindest etwas länger Wasser im Wald findet, wobei es für die Bewohner einen Unterschied macht, ob stehend und zeitweise, oder dauernd fließend. Ebenfalls zu den Sonderstandorten zählen hervorlugende Felsköpfe, die wechselwarme Tiere wie Schlangen gerne nutzen, um sich aufzuwärmen.

Besondere Gehölze sind eigentlich alle Waldbäume, die nicht Bestandes bildend und im jeweiligen Wald selten sind. Aus österreichweiter Sicht wurden die Eibe und die Tanne ausgewählt. Es können aber auch einzelne Wildapfel-, Wildbirnbäume oder Schneeballarten bis hin zum Seidelbast gefunden werden.

Diese zu dokumentieren und zu erhalten sowie zu beobachten ist der Inhalt dieses Projekts. Nur wenn wir uns die Artenvielfalt im Wald erhalten, haben wir das Ausgangsmaterial zu einer weiteren Entwicklung unserer Wälder, falls die Brotbaumart einmal ausfallen sollte.

Mit speziellen Pflanzenarten sind die Flechten, Moose, Waldorchideen und Misteln gemeint, aber auch die neu eingewanderten und gefährlichen, sogenannten Neophyten, wie das Drüsige Springkraut, die Kanadische Goldrute, der Kaukasische Bärenklau, aber auch der Götterbaum. Diese Arten gilt es zu beobachten und zu melden, damit man ihre Verbreitung nachweisen und Maßnahmen setzen kann, sobald die Wissenschaftler einen ersten Überblick gefunden haben.

Unter speziellen Tierarten sind die Ameisen, Raufußhühner, Fledermäuse und seltene Vögel wie Zaunkönig, Häher, Bussard, Habicht bis hin zum Seeadler zu verstehen. Diese sind nicht nur wertvolle Forstschutzpolizei im Wald, sondern tragen zum Beispiel auch zur Verbreitung der Zirbe bei.

Für alle, die mitmachen, gibt´s Steckbriefe zu Pflanzen und Tieren im Wald und ein eigenes „Lesetool“ im Internet. In diesen Unterlagen finden Sie spannende Details und Geschichten zum „Lebensraum Wald“ und den beheimateten Pflanzen und Tierarten.

Für alle Interessierte sind weitere Unterlagen unter www.biodiversitaetsmonitoring.at abrufbar.

 

Machen Sie mit
Sie sind Waldbewirtschafter und Ihnen liegt die Erhaltung der Artenvielfalt am Herzen? Sie möchten Näheres über den Zusammenhang zwischen Waldbewirtschaftung und Biodiversität erfahren? Dann machen Sie mit bei „Wir schauen auf unsere Wälder“.

Anmeldung bei Martina Rippl
martina.rippl@lk-noe.at
Tel. 050 259 24105

www.biodiversitaetsmonitoring.at

Josef Wolfthaler, Peter Gössler
ÖKL – Österreichisches Kuratorium für Landtechnik
Foto: Dietmar Streitmaier

 

 

 

 

Merkblatt Eschenprojekt

Merkblatt zur Identifizierung gesunder Eschen.

Weitere Informationen unter: www.esche-in-not.at

Download Merkblatt

 

 

 

 

Waldbesitzer müssen ab März Dokumentationspflicht erfüllen

EU-Holzverordnung gilt ab 3. März 2013

Eine neue EU-Verordnung soll illegale Abholzung verhindern. Auch heimische Waldbesitzer sind davon betroffen.

Die Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates „über die Verpflichtungen von Marktteilnehmern, die Holz und Holzerzeugnisse in Verkehr bringen“, wie die EU-Holzverordnung im vollen Wortlaut heißt, gilt ab 3. März 2013. Die Verordnung zielt darauf ab, dem Handel mit illegal geschlagenem Holz entgegenzuwirken. Zum einen soll das durch ein Verbot des Inverkehrbringens von Holz und Holzerzeugnissen aus illegalem Einschlag erreicht werden. Zum anderen gilt eine Sorgfaltspflicht für alle EU-Händler, die Holzerzeugnisse erstmals auf den EU-Markt in Verkehr bringen. Diese Sorgfaltspflicht umfasst die Dokumentation über Art, Herkunft und Legalität der Lieferung, eine Risikoabschätzung und, wenn das Risiko eines illegalen Einschlags nicht vernachlässigbar gering ist, ein Risikominderungsverfahren. Diese Bestimmungen der Verordnung gelten nur beim erstmaligen Inverkehrbringen (Verkauf oder unentgeltlich Abgabe) auf dem EU-Markt, nicht für den weiteren Handel bzw. für die weitere Verarbeitung innerhalb der EU.

Zielrichtung der Verordnung sind Importe aus Risikogebieten etwa der Tropen oder Russlands. Betroffen sind aber auch die Einfuhren aus Nicht-EU-Staaten ohne nennenswertes Risiko sowie die heimischen Waldbesitzer, die ihr Holz naturgemäß erstmalig am Binnenmarkt platzieren. Letztere gehören natürlich nicht zur Risikogruppe, eine Ausnahmeregel war aber aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit und Konformität mit den WTO-Bestimmungen nicht möglich.

Pflichten für Waldbesitzer
Während manche Importeure je nach Herkunft und Komplexität der Holzerzeugnisse mit durchaus erheblichem Aufwand für den Nachweis der Legalität rechnen müssen, sollten die heimischen Waldbesitzer kein Problem mit den neuen Bestimmungen haben. Die meisten geforderten Informationen wie Baumart, Sortiment und Menge werden auch für die Holzeinschlagsmeldung von der Forstbehörde abgefragt. Darüber hinaus sind vom Waldbesitzer Name und Anschrift des Käufers sowie Nachweise über die Legalität des Holzeinschlags für allfällige Kontrollen bereitzuhalten. Diese Informationen finden sich in der Regel in Schlussbriefen und Abmaßlisten. Zudem wird ein entsprechendes Formular als Hilfestellung für die Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt. Für den Nachweis der Legalität von bewilligungspflichtigen Holznutzungen sollten jedenfalls die entsprechenden forst- oder naturschutzrechtlichen Bewilligungen aufbewahrt werden. Grundsätzlich sieht die EU-Holzverordnung eine fünfjährige Aufbewahrungszeit vor. Das heißt, alle geforderten Informationen und Nachweise zum Holzeinschlag können von der zuständigen Behörde bis fünf Jahre rückwirkend verlangt werden. Es ist vorgesehen, das Bundesamt für Wald als zuständige Behörde für die Kontrollen der Importeure einzusetzen und die Forstbehörde für Kontrollen im Zusammenhang mit heimischem Holz.

DI Johannes Hangler
Leiter-Stellvertreter der Abteilung für Waldpolitik
und Waldinformation im Lebensministerium.

Die EU-Holzverordnung der Europäischen Kommission finden Sie auf der Internetseite des Lebensministeriums unter www.lebensministerium.at/forst in der Rubrik EU & Internationales/EU.

 

Anbei finden Sie ein Formular zum Download, welches Sie zur Dokumentation Ihrer Holzverkäufe verwenden können.

Formular